Veranstaltungen
Projekttag Gedenken und Erinnern am 27.01.2026
Seit dem Jahr 1996 ist der 27. Januar in der Bundesrepublik Deutschland ein Tag des Innehaltens, des Erinnerns und der Verantwortung. Er mahnt uns, der vielen Millionen Menschen zu gedenken, die während der Zeit des Nationalsozialismus entrechtet, verfolgt und ermordet wurden. Das Datum erinnert an die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz im Jahr 1945, ein historischer Wendepunkt und zugleich eine bleibende Verpflichtung für Gegenwart und Zukunft.
Am 27. Januar 2026 fand an der KGS Wiesmoor erstmals der Projekttag „Gedenken und Erinnern“ statt. Mit diesem Tag wird das bewusste Erinnern zu einem festen und unverzichtbaren Bestandteil unseres Schullebens in den kommenden Jahren. Er steht für die Überzeugung, dass historisches Lernen nicht nur Wissen vermittelt, sondern Haltung formt: Empathie, Verantwortung und Zivilcourage.
Besonders beeindruckend ist die vielfältige Unterstützung, die die KGS Wiesmoor bei der Durchführung und Finanzierung dieses Projekttages erfährt. Dank des Engagements zahlreicher Institutionen konnten alle Angebote für die Schüler:innen kostenfrei realisiert werden. Diese solidarische Zusammenarbeit ist ein starkes Zeichen dafür, wie gemeinsames Erinnern getragen und lebendig gehalten werden kann.
Die Jahrgangsstufen setzten sich altersgerecht und mit großer Ernsthaftigkeit mit unterschiedlichsten Themen auseinander: mit Freundschaft und Ausgrenzung, mit dem Nationalsozialismus am Beispiel „Eva als Kind in Auschwitz“, mit der Frage nach Mut, damals wie heute, mit den Stolpersteinen in Aurich, den Gedenkstätten Augustaschacht und Wehnen sowie mit Archivarbeiten zu Enteignung, Reichskristallnacht, Entnazifizierung, Abitur und Schule in der NS-Zeit. Auch die Gedenkstätte Engelhafte wurde in die Auseinandersetzung einbezogen.
Den Abschluss bildete ein stiller, würdevoller Gang zum Gedenkstein auf dem Wiesmoorer Friedhof. Dort legten die Schüler:innen zum Gedenken an die Zwangsarbeiter:innen und die Gefallenen eine weiße Rose niede; ein schlichtes, aber tief bewegendes Zeichen des Erinnerns und der Verbundenheit.
Ein besonderer Dank gilt dem Bunkermuseum Emden und der Gedenkstätte Wehnen, die ihre Türen eigens für unsere Schule trotz Winterpause öffneten, sowie der Arbeitsgemeinschaft Stolpersteine Aurich, die dieses Projekt unentgeltlich begleitet hat. Ihr Engagement macht deutlich: Erinnerungsarbeit lebt von Menschen, die Verantwortung übernehmen, mit Herz, Wissen und Haltung.
ARThaus 2025, 27.02.2025, 15:30 bis 18:00 "Entdecke die Welt - Die Wirklichkeit ist bunt"






















































































